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Geburtstag und Urlaub mit Mama und Nanni

Seinen eigenen Geburtstag im Ausland zu feiern, weit weg von zu Hause und ohne die Freunde und Familie ist irgendwie nicht das Gleiche.
Trotzdem hatte ich einen wunderschönen Geburtstag, was ich meinen lieben Mädels hier zu verdanken habe.

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Ich wurde morgens mit einem Happy-Birthday-Ständchen, und einem Kuchen zum Frühstück von meinen Mitbewohnerinnen Sara und Akira geweckt und von Luci und Philine abends zum Essen in meinem Lieblingsrestaurant hier eingeladen. Anschließend gingen wir noch ein bisschen feiern, aber ich wollte nicht allzu lange wegbleiben. Denn für den nächsten Tag wollte ich fit sein, denn da erwartete mich das schönste, Geburtstagsgeschenk von allen: Meine Mama und meine Schwester!

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Den ganzen Sonntag über war ich schon so aufgeregt, dass ich keinen Bissen runterbekomme habe. 7 Monate hatte ich die beiden nicht gesehen. Und klar, wir haben viel geskypt und geschrieben, aber das ist eben einfach nicht das Gleiche, wie jemanden sehen und in den Arm nehmen zu können.
Kaum war ich an der Rezeption ihres Hotels vorbei, kamen die beiden schon auf mich zugestürmt und ich hätte am liebsten geheult vor Freude.
Nach nicht mal fünf Minuten war es schon wieder so normal, die beiden um mich zu haben und ich freute mich so sehr auf die kommenden zwei Wochen, in denen ich ihnen so viel erzählen und zeigen konnte.

In den nächsten zwei Tagen schauten wir uns Santo Domingo an. Wir schliefen hier bei mir daheim im Kinderdorf, schauten uns die Zona Colonial an und waren ein bisschen in meiner Lieblingsmall schoppen. Es war schön, den beiden zu zeigen, wie ich hier so lebe und meine Mama sagte, sie sei so froh, alles mal sehen zu können, da sie nun zu meinen ganzen Erzählungen auch die Bilder habe.

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Am nächsten Tag fuhren wir frühmorgens mit dem Bus nach Las Galeras, wo ich nun ja schon öfter war, trotzdem jederzeit wieder gerne hinfahre, da dieser hier so ein bisschen zu meinem Lieblingsort wurde.  Ich liebe einfach die wunderschönen Strände, das kleine Örtchen mit der besten französischen Bäckerei und vor allem, dass zwar einige Touristen dort sind, es aber trotzdem den typisch dominikanischen Charme hat und sich nicht ein Ferien-Resort an das nächste reiht.

Für mich sind die Busfahrten hier mittlerweile total normal geworden, aber ich erinnere mich noch zu gut, wie ich sie am Anfang selbst wahrgenommen hatte und ich gehe davon aus, dass es Nanni und Mama genauso gegangen ist.
Wenn alle Sitzplätze belegt sind, aber noch mehrere Menschen mitreisen wollen, werden einfach irgendwelche Kisten  und Eimer in den Gang gestellt. Die ganze Fahrt über krähte aus dem hinteren Teil des Busses ein Hahn, den ein Mann in einem Sack auf seinem Schoß hatte und über die Lautsprecher lief Bachata-Musik, welche jedoch von Nannis Nebensitzerin beinahe übertönt wurde, da diese über Kopfhörer Musik hörte und laut mitsang.

In Samana mussten wir dann umsteigen in ein Gua Gua, welches uns nach Las Galeras fuhr. Im Normalfall sind das die kleinen Mini-Busse, dieses Mal war es jedoch ein Pick-Up, der auf der Ladefläche Holzbretter hatte, die als Bänke dienten. Im Cabrio-Stil zuckelten wir dann also los und Nanni hatte bei so manchen steilen Straßen Angst, dass wir gleich rückwärts wieder runter rollen würden.

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Mit der Zeit sammelten wir immer mehr Leute ein, sodass es richtig eng hinten wurde. Die Leute hier sind bei sowas aber viel freundlicher als in Deutschland und helfen sich gegenseitig, auch wenn sie sich nicht kennen. Älteren Leuten wird sofort auf das Gua Gua und auch wieder runter geholfen, Kinder und Einkaufstüten werden auf den Schoß genommen, auch wenn es nicht die eigenen sind.
Wir wurden des Öfteren angesprochen, wo wir herkommen würden und was wir so machen. Niemand wurde aufdringlich und auch wenn mein Spanisch echt immer noch nicht der Brüller ist, haben sich die Leute mega gefreut wenn man sich ein bisschen mit ihnen unterhalten konnte und waren auch sehr rücksichtvoll, indem sie langsamer sprachen und etwas wiederholten, wenn ich es nicht gleich verstand.
Das ist eines der Dinge, die ich an dem Land so sehr lieben gelernt habe. Diese Unkompliziertheit und diese Einstellung, dass alles kein Problem ist.
Wir wohnten die nächsten 3 Tage bei einem Deutschen, der hier hin ausgewandert ist und bei dem wir bei unserem ersten Besuch in Las Galeras schon wohnten, als die Whale-Watching-Tour abgesagt wurde.
Dieser überließ uns nicht nur sein Apartment, sondern auch seinen Hund, sehr zur Freude meiner Mum. Nicht.
Jenny ist nicht gerade das, was man als eine Hundelady bezeichnen würde, sondern eher ein Wachhund, der sofort laut drauf los bellt und am Zaun hochspringt.
Aber eigentlich will sie nichts anderes, als den ganzen Tag gefüttert und gekrault werden.
Trotzdem wurden Mama und Jenny keine engen Freundinnen mehr.

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Den Rest unserer Zeit in Las Galeras wohnten wir in einem kleinen Hotel direkt am Strand, welches die Tage zuvor komplett ausgebucht war, wegen der Semana Santa (Osterwoche).


Kaum in der Unterkunft angekommen, fragte uns der Besitzer ob wir spontan mit drei anderen Gästen zum Playa Fronton fahren wollen, einem Strand, den man nur mit dem Boot erreichen kann.
Die drei anderen Gäste waren ein junges Paar mit einem kleinen Sohn und ebenfalls aus Deutschland. Uns wurde gesagt, dass wir auf dem Weg zum Playa Fronton eventuell noch Wale sehen könnten, aber ich glaubte nicht daran, da es schließlich schon Anfang April war und die Wale Anfang/Mitte März schon wieder weg sind.
Unser Bootsführer glaubte aber etwas gesehen zu haben und wir fuhren ewig weit raus und tatsächlich: direkt vor uns tauchte ein Buckelwal auf und dahinter gleich noch einer.
Ich fand ja schon die Whale-Watching-Tour ganz cool, aber so nah an den Buckelwalen dran zu sein, ohne andere Touris und Boote überall war noch einmal etwas ganz anderes.
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Nach gut einer halben Stunde erreichten wir dann auch den Playa Fronton, worüber ich echt froh war, da man einen starken Wellengang in so einem kleinen Boot dann doch nochmal ganz anders wahrnimmt.
Der Strand ist umringt von Felsen und das Wasser ist komplett klar. Abgesehen von einem anderen Boot, das nach einer halben Stunde weg war, waren wir dort die Einzigen und hatten den ganzen Strand für uns alleine.

Unser Bootsführer rief mich nach einer Zeit zu sich und zeigte uns dann noch zwei große Echsen, die er entdeckt hatte.


Zwei Tage später fuhren wir dann mit dem Bus wieder zurück nach Santo Domingo, wo wir einen kurzen Zwischenstopp machten, umpackten, Mama und Nanni auch mal Akira und Sara kennenlernten, (da diese die Woche zuvor selbst im Urlaub waren) um dann weiterzufahren nach Bayahibe, wo wir unsere letzten drei Tage in einem Resort verbrachten.
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Klar war es auch dort richtig schön, man konnte rund um die Uhr essen, trinken und sich vor Aktivitäten und Shows kaum retten aber trotzdem bin ich froh, dass wir dort nicht die ganzen zwei Wochen waren, da das ein bisschen wie in einer rosa Blase ist und man gar nicht mitbekommt wie das „richtige dominikanische Leben“ so ist.
Ich bin einfach so happy dass ich das den Beiden auf unserer Reise zeigen konnte und sie nun verstehen warum ich mich so in das Land verliebt habe.

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Samstagmittag wurden die zwei dann von einem Shuttle abgeholt und zum Flughafen gebracht und ich fuhr zurück nach Santo Domingo.
Der Abschied war hart aber nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, da ich jederzeit an diese zwei wunderschönen Wochen zurückdenken und mich auch schon wieder darauf freuen kann, sie bald in Deutschland wiederzusehen.

 

 

 

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Whale Watching und Cayo Levantado

Von Januar bis März kann man auf der Halbinsel Samana Buckelwale sehen und beobachten. Nachdem wir Ende Januar schon mal über ein Wochenende dort waren, es aber so stürmisch war, dass die Boote nicht rausfahren konnten und die Tour im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist, fuhren wir Anfang März auf ein Neues dorthin.

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Wir wohnten über das Wochenende bei Philines Gastonkel in Las Terrenas, der sich uns als Abuelo Coco vorstellte, was so viel wie Opa Coco bedeutet.
Seine Nachbarn scheinen allerdings nicht so gastfreundlich zu sein wenn man das Schild an ihrem Grundstück beachtet. Dort steht: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Trete ein, finde es raus!
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Samstagmorgen wurden wir dann von einem Shuttle abgeholt und nach Samana gefahren, von wo aus die Boote abfahren.
Wir fuhren ein ganzes Stück aufs Meer raus, die Stimmung war gut, die Musik laut und ab 11:00 Uhr wurde der erste Rum ausgeschenkt.
Dominikaner lachen einen für den Spruch „Kein Bier vor vier“ aus. Hier gilt eher „Je früher du anfängst zu trinken, desto mehr hast du vom Tag“.
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„Da vorne“, rief auf einmal der Tour-Guide und zeigte aufs Wasser, aber keiner von uns konnte auch nur irgendwas erkennen. Wir tuckerten langsam weiter auf die Stelle zu und auf einmal spritze es aus dem Wasser und der Rücken eine Wales erhob sich aus dem Wasser. Leider sind zur Hochsaison recht viele Touristen und Boote unterwegs und so blieben wir nicht die einzigen und innerhalb von ein paar Minuten waren um uns herum überall Boote, was echt schade war.
Wir sahen noch einige Wale, einer sprang sogar aus dem Wasser, aber dieser war leider ziemlich weit weg. Buckelwale sind echt noch viel riesiger, als ich es mir vorgestellt hab und es war wirklich cool, diese Tiere mal so zu sehen.
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Anschließend fuhren wir weiter auf die Cayo Levantado, eine kleine Insel, wo wir zu Mittag aßen und noch einige Stunden Zeit hatten.
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Den Sonntag verbrachten wir dann noch am Pool bei Abuelo Coco und fuhren Mittags wieder heim Richtung Santo Domingo.

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Diebstahl und Zweifel

Wie mehrere von euch vermutlich mitbekommen haben, wurde mir Mitte Februar mein Handy geklaut.
Letztendlich möchte ich dazu auch gar nicht allzu viel schreiben. Das Ganze ging superschnell. Ein Motorradfahrer kam auf uns zugerast und hatte meiner Freundin mein Handy aus der Hand gerissen und ist weggefahren.
In so einer Situation kann man leider nicht viel machen. Natürlich war ich super traurig und wütend auf diesen Mann und hab mich auch noch ziemlich lange danach oft darüber geärgert genau zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein oder nicht genug aufgepasst zu haben.
Dabei gibt es nichts, was jemand von uns hätte großartig anders machen können.
Das Schlimmste ist aber eigentlich, dass ich durch diesen Vorfall nicht nur mein Handy verloren habe, sondern auch das Vertrauen in fremde Menschen hier. Und das macht mich eigentlich noch wütender.
Immer öfter habe ich mich dabei erwischt, meine Tasche krampfhast festzuhalten wenn ich draußen unterwegs war. Wenn ich mein Ersatzhandy oder Geldbeutel nicht auf Anhieb in meiner Tasche gefunden hatte, wurde ich sofort panisch und wenn Leute auf mich zukamen und mich ansprachen (was hier fast immer der Fall und eigentlich total normal ist) hatte ich ein unwohles Gefühl.

Natürlich kann man in jedem Land beklaut werden und ja, in manchen Ländern ist die Wahrscheinlichkeit höher als in anderen. Leider musste ich diese Erfahrung machen und leider wurde ich dadurch vielen Menschen gegenüber erstmal misstrauischer.
Die meisten Dominikaner hier sind so herzliche und nette Menschen und wenn ich vergleiche, wie viele positive Begegnungen ich im Vergleich zu Negativen hatte, dann überwiegt das Positive eindeutig. Und das ist ja das, vorauf es ankommt.

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Karneval

Während des Februars wird hier, ebenso wie in Deutschland, Karneval gefeiert.
Deshalb fuhren wir am 18. Februar nach La Vega, da dort der berühmteste Umzug stattfindet, zu em jährlich immer mehr Dominikaner und Touristen strömen.
Dort angekommen gingen wir erstmal in einen Supermarkt, um uns etwas zu essen und zu trinken zu kaufen. Dort wurde dann bereits schon Brugal (eine dominikanische Rum-Marke) mit Sprite verteilt. Und wer sagt zu einem kostenlosen Santo Libre während dem Einkaufen schon nein?!
Vom Prinzip sind die Umzüge hier ähnlich wie bei uns, nur viel lauter und bunter.
Die sogenannten „Diabolos Cojuelos“ (übersetzt „hinkende Teufel“) tragen riesige Masken und aufwendige, schwere Kostüme. Ich fragte mich, wie sie es schafften durch die Straße zu tanzen ohne  dabei einen Hitzschlag zu bekommen. Es gibt einen bestimmten Tanz, bei dem sie ein Bein hinter sich herziehen. Dieser soll an die damalige Sklavenzeit erinnern, in der die Sklaven eine schwere Kugel an ihrem Bein tragen mussten.
Leider kann man sich (vor allem als Frau) nicht allzu lange damit aufhalten, die Kostüme zu bewundern, da man ständig auf der Hut sein muss, dass man den Hintern nicht versohlt bekommt.
Und nein, das ist kein Spaß.
Die als Teufel verkleideten Männer (oder auch Frauen- man sieht ja nicht, was sich hinter der Maske versteckt) tragen eine aufgeblasene Schweineblase an einer Schnur mit sich, und verteilen damit Schläge auf den Allerwertesten.
An sich wäre ich mit einigen leichten Klatschern aus der Sache rausgekommen, hätte Timon, einer von uns Freiwilligen, nicht beschlossen einen der Teufel auf mich anzusetzen, der mit solcher Wucht ausholte, dass ich auch eine Woche später noch durch einen faustgroßen, blauen Halbmond-Bluterguss auf meinem Hintern an diesen Tag erinnert wurde.
Wahre Freunde habe ich hier gefunden…

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Cayo Arena und die 27 Wasserfälle

Nachdem sich der Januar für mich persönlich ziemlich gezogen hat und mir quälend lange vorkam, scheint der Februar  hingegen super schnell zu vergehen.
Vielleicht liegt das auch daran, dass wir mit einem Wochenend-Trip von AFS in den Monat gestartet sind.
Am Freitagmorgen (oder besser gesagt nachts) ging es los. Treffpunkt war um 6:30 Uhr in Santo Domingo. Neben uns AFS-Freiwilligen, waren auch wieder einige der Schüler dabei, die ebenfalls schon beim Pico Duarte mit waren. Wir waren also wieder eine bunt gemischte Gruppe aus aller Welt und ca. 60 Personen.
Nach knapp 5 Stunden Busfahrt kamen wir endlich in Villa Isabela, in Puerto Plata an.
Vom Strand aus fuhren wir mit kleinen Schnellboten zur Cayo Arena, auch Paradise Island genannt. Kein anderer Name würde besser passen! Denn es ist wirklich wie im Paradies. Jedes Mal wenn ich einen Blogeintrag schreibe, sage ich um wie viel schöner der eine Strand war als die anderen, und jedes Mal wird es immer wieder übertroffen. Der Sand wird immer weißer und das Wasser immer türkisener.
Beim Schnorcheln konnten wir eine bunte Vielfalt an Fischen sehen und nachdem wir einige Zeit auf der Cayo Arena verbracht haben, fuhren wir mit den Booten durch einen Mangroven-Garten zurück zum Strand in Villa Isabela.
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Dort gab es Mittagessen und zum Verdauen fuhren 5 Freunde und ich noch eine Runde Banana-Boot, was nicht die beste Idee war, da uns der Typ nach der zweiten Kurve im flachen Wasser runterschmiss, sodass wir alle volle Kanne auf dem Sand landeten, was eher weniger spaßig war.
Am Abend warteten wir ewig in unserem Hotel auf das Abendessen. Nachdem die Pizza schon komplett scheiße geschmeckt hat, wurde unsere Stimmung nicht gerade gehoben, als wir erfuhren, dass wir Freiwilligen noch in ein anderes Hotel mussten zum Schlafen.
Dort angekommen war unsere Laune dann vollkommen am Tiefpunkt, da:
1. Das Hotel schon von außen total runtergekommen aussah
2. Das Hotel auch von innen runtergekommen war
3. Das Personal super unfreundlich war
4. Wir zu viert, nur zwei Handtücher hatten. „Sie können sich ja immer zu zweit ein Handtuch teilen!“ (Siehe Punkt 3)
5. Wir früher aufstehen mussten, um morgens wieder in das andere Hotel zu fahren um da zu Frühstücken.
An diesem Punkt gab ich meine letzte Hoffnung auf eine warme Dusche auf und fand mich damit ab, wie sonst in meinem Projekt ebenfalls kalt duschen zu müssen.
Und siehe da: Ich Glückspilz hatte eine kalte Dusche.
Und nein, dass mit dem Glückspilz war jetzt gar nicht mal so ironisch gemeint. Denn für einen Teil der anderen, hat nicht mal mehr das kalte Wasser gereicht. (Vielleicht hätten sie die Dusche auch teilen sollen?!)
Trotz der ganzen Aufregung am Abend zuvor hatte ich erstaunlich gut geschlafen (im Vergleich zu den anderen Zimmern, gab es in unserem zum Glück keine Ameisen, die nachts das Bett überfielen) und freute mich auf die 27 Wasserfälle, die wir an diesem Tag besuchten.
Nach dem Frühstück fuhren wir noch ein ganzes Stück mit dem Bus. Als wir ankamen wurde uns das heutige Team vorgestellt und wir bekamen alle Schwimmwesten und einen Helm (in den mein Kopf fast zweimal gepasst hätte) und stapften los.
Nach ungefähr einer Stunde Wanderung kamen wir dann am ersten „Wasserfall“ an.
Ihr müsst euch das so vorstellen. Der Rückweg der Wanderung waren diese 27 Wasserfälle.
Beim ersten hab ich noch gelacht, denn dieser war mehr ein Plätschern, in das man von einem kleinen Felsen aus gesprungen ist.
Über die darauffolgenden hab ich dann nicht mehr gelacht.
Schon beim zweiten Wasserfall wurde man von einem der Teamer hinten an der Schwimmweste wie ein Hundewelpe gepackt und festgehalten.
Durch die starke Strömung ist in den Felsen in all den Jahren eine Art Wildwasser-Rutsche entstanden.
Teilweise rutsche man die Wasserfälle entlang, teilweise musste man springen, teilweise rutschte man erst und überraschenderweise fiel man dann auch noch ein Stückchen.
Ich hatte echt Schiss mir wehzutun, aber durch die Weste und den Helm war man gut geschützt.
Man kann nicht alle 27 Wasserfälle herunter springen oder rutschen, aber man sieht sie alle und schwimmt oder läuft den Fluss zwischen den Felsen entlang.
Der höchste Wasserfall zum Springen ist stolze 13 Meter hoch. Bisher bin ich höchstens mal vom 5er im Schwimmbad gehüpft. Wenn man sich gar nicht traut, hat man bei diesem Wasserfall auch die Möglichkeit diesen mit einer Leiter zu umgehen. Ich war mir wirklich nicht sicher, ob ich mich trauen würde zu springen. Aber nachdem ich gesehen habe, dass die anderen lebend unten ankamen und die Leiter auch nicht so ganz vertrauenswürdig aussah, zählte ich einfach bis 3 und sprang. Ich hatte echt das Gefühl ewig unterwegs zu sein. Es war einfach nur super cool und ich war echt happy, dass ich mich dazu überwunden hatte.
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Zurück beim Ausgangspunkt hatten wir etwas Zeit zum Mittagessen und Umziehen, da wir anschließend mit dem Bus zu dem Berg „Pico Isabel de Torres“ fuhren.
Wir verzichteten diesmal auf das Wandern und nahmen die Seilbahn (Teleférico).
Von oben hat man eine wunderschöne Sicht auf Puerto Plata und kann sich auch noch den botanischen Garten ansehen.

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Zurück im Hotel waren wir ganz schön platt und waren einfach nur froh, in unsere Betten fallen zu können.
Der nächste und letzte Tag war aber sehr entspannt, da wir einfach etwas Zeit am Strand verbrachten und gegen Mittag wieder die Heimreise antraten.
Ich muss wirklich sagen, einen bessren Start in den Februar hätte es für mich kaum geben können.

 

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Midstay-Camp

Unser Midstay-Camp, welches vom 13.-14. Januar in Santiago stattfand, war nicht wirklich aufregend, weshalb ich mich nur sehr kurz fasse. Außer zu besprechen, wie es uns zurzeit so ergeht und welche Probleme es gibt,  haben wir noch das Monumento angeschaut und waren abends noch in einer Bar.

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Silvester

Auf Silvester freute ich mich dieses Mal ganz besonders, da wir uns zu zehnt eine Villa in Las Terrenas gemietet hatten, um dort ins Neue Jahr zu starten.
Da die Dominikanische Republik nicht so groß ist, können wir Freiwilligen von AFS und recht häufig treffen und sind dadurch auch echt schon zusammengewachsen.
Wir reisten alle am 30. den Tag über verteilt an und waren erstmal hin und weg von dem Haus!
Es liegt sehr hoch, abgeschieden von allem anderen, sodass man wirklich niemanden in der Nähe stören kann, wenn es einmal (oder 7 Mal) etwas lauter werden sollte. Abgesehen davon, dass der Hang so steil ist, dass man das letzte Stück zu Fuß gehen muss  (da die Klapper-Taxis, die ihre besten Tage schon längst hinter sich haben und man sich fragt, wie die überhaupt noch fahren können, diesen Berg nicht mehr hoch schaffen), hat man eine wunderschöne Aussicht auf einen „Mini-Dschungel“ aus Palmen und auf das Meer.


Unseren Pool habe ich dann auch direkt eingeweiht, wenn auch nicht ganz freiwillig und mit all meinen Klamotten.

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Unser Flamingo „Bernie“

Am nächsten Tag gingen wir dann zu viert einkaufen, um Essen und Getränke für Silvester und die nächsten paar Tage zu besorgen.

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Die Shopping-Crew

Zur Feier des Tages gab es Hamburger und Pudding. Angestoßen wurde 2 Mal. Einmal um 19:00 Uhr auf die deutsche Zeit mit Tequila Shots und um Mitternacht dann nochmal ganz traditionell mit Sekt.

Das Feuerwerk haben wir hier zwar alle etwas vermisst, aber wir hatten eine super lustige, lange, feuchtfröhliche Nacht. Ein Teil von uns blieb noch bis zum Sonnenaufgang und länger wach, bis die ersten Leute dann auch schon langsam wieder aufstanden. Ich war somit über den Punkt der Müdigkeit hinaus und ging dann erst nach unserem Pancake-Frühstück-Mittagessen um 17:00 Uhr schlafen. Der Tag endete somit recht früh für mich.


Am nächsten Tag waren wir alle wieder fit und fuhren in unserem Klapper-Taxi, zum El Salto de Limon, einem Wasserfall, den man nach ungefähr 40 Minuten wandern (Pico Duarte 2.0) erreicht.
Unterhalb des großen Wasserfalls, gibt es noch einen kleineren, bei dem wir uns dann abkühlten.

Der Abend eskalierte dann etwas, sodass am nächsten Tag abgesehen von Ausruhen, Einkaufen und Karten spielen nicht viel drin war.
Den darauffolgenden Tag verbrachten wir am Strand von Las Terrenas. Gegen Nachmittag fanden wir uns dann alle wieder mit einem Cocktail in der Hand an der Strandbar ein. Zur Happy Hour erhält man hier alle Cocktails für 100 Pesos (1,80€) und einen „Coco-Loco“ direkt aus der Kokosnuss für 2,20€.

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Coco-Loco

Abgeholt wurden wir natürlich von unserem Klapper-Taxi, bei dem wir inzwischen Stammkunden-waren. Zu Hause wurde die Party dann fortgesetzt, da wir am Strand auf zwei andere Freiwillige von AFS und vier Amerikaner stießen, die wir zu uns eingeladen hatten.
Die letzten beiden Tage verliefen recht ruhig. In einer Nacht ließ sich noch ein sogenannter „Supermoon“ betrachten. Dieser ist nicht nur außergewöhnlich hell und groß, sondern war in diesem Fall auch noch knallorange.

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Supermoon

Am 6. Januar hieß es dann auch schon wieder Koffer packen, und nach Santo Domingo.
Ich hab die AFS-Leute mittlerweile echt so sehr ins Herz geschlossen, weil wir einfach echt eine tolle Gruppe sind, in der jeder mit anpackt und mal kocht oder abwäscht und es vor allem immer was zu Lachen gibt!
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In diesem Sinne: Feliz Año nuevo a todos 🙂